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GCPL zu Besuch bei den Wiesenten am Hammerhof

Der Verein Geocaching Paderborner Land, hatte am 29. April zum EVENT „Das ist der HAMMER-(Hof)!“ eingeladen, an dem 25 interessierte Geocacher teilnahmen.

Das Event startete im Café am Hammerhof in Scherfede bei strahlendem Sonnenschein. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Vereinsvorsitzende Gabriele Drogies, stärkten Groß und Klein sich mit Kaffee, Erdbeertorte oder Bockwurst um anschließend zu einer Führung durch das Hammerbachtal aufzubrechen. Förster Jan Preller, vom Waldinformationszentrum Hammerhof, führte die Gruppe rund um das Wisentgehege zur Safari.

Vor 60 Jahren startete die Wisentzucht in Hardehausen mit den ersten Wisentkühen Hekla und Henrietta aus dem Tierpark Hellabrunn. Zu bestaunen gab es die imposanten Nachfahren dieser Bergwisente hinter einem Elektrozaun mit 18.000 Volt. Häufig sind die Tiere aber nicht zu sehen, weil sie sich dann in ihr Waldareal zurückgezogen haben. In diesem Waldareal gab es seit Beginn der Wisentzucht keine menschlichen Eingriffe mehr, so dass hier ein einzigartiger Hudewald entstanden ist. Bei dieser als Waldweide (Hute/Hude) bezeichneten Art der Waldnutzung suchen sich die Tiere ihr Futter im Wald und die sonst typische Waldverjüngung durch nachwachsende Bäume, findet nicht statt. Herr Preller informierte darüber, dass aber spezielles Mineralfutter zugefüttert wird, damit die Tiere die Mineralien nicht durch Baumrinde aufnehmen müssen und so die Baumschäden geringgehalten werden. Dies ist ein Problem bei den freilebenden Wisenten im Rothaargebirge, die die Baumrinde häufig schälen. Dieser naturbelassene Wald, ist außerdem ein ideales Biotop für weitere Tierarten. So fördert es auch die Ansiedlung des seltenen Schwarzspechtes oder des Uhus, der sich aber bisher nur durch verlorene Federn und sein nächtliches Rufen zu erkennen gab. Daneben fühlt sich die Wildkatze  in diesem Areal heimisch und wurde durch Fotofallen und Haarbüschel nachgewiesen.

Die Safari führte weiter zum beliebten Wildscheingehege und unter den neugierigen Blicken einiger Nilgänse, zum Tarpangehege. Bei dem Tarpan handelt es sich um die ausgerottete westliche Form des eurasischen Wildpferds. Die zutraulichen Tiere in Hardehausen sind Nachzüchtungen, die optisch der Urform entsprechen. Anschließend wartete auf uns alle noch eine besondere Überraschung. Als wir uns dem Gehege der Flachlandwisente näherten, entdeckte Herr Preller dort ein gerade geborenes Wisentkalb, dass gleich seine Qualitäten als tierisches Fotomodell unter Beweis stellte. In dem 60 Hektar großen Freigehege sind bisher über 150 Kälber geboren und in Nachzuchtzentren auf der ganzen Welt gereist. Apropos Reisen, auf unserer Tour kamen wir auch an einem Travelbughotel vorbei, dass sich nach intensiver Suche zeigte. Die Runde endete danach für alle Geocacher wieder dort, wo sie begonnen hatte. Die positive Resonanz aller Teilnehmer hat uns bestärkt, auch im nächsten Jahr wieder ein interessantes Event zu veranstalten, bei dem sich nicht alltägliche Einblicke in unsere heimische Natur bieten.